Heute schlich ich mich auf die Arbeit.
Leise stellte ich meine Tasche an den Platz und lauschte den kleinen Kinderstimmen. Sie waren vertieft in ihre Welt;)
Diesen Tag so begonnen zu haben, tat mir gut auch wenn er mich sehr nachdenklich gestimmt hat. Es gab viele Eindrücke aus den letzten Tagen zu erzählen, es gab schöne Momente in denen ich bei einem Jungen dachte "Juchu die Therapie und die Förderung hat angeschlagen" denn er kam von sich aus, auf den Hof. Meine Therapie Vorschläge wurden umgesetzt von der Frau aus der Frühförderstelle und es tat mir gut zu sehen, wie der kleine Krümel sich mit meinem Förderplan mehr in die Richtung zu sich selbst entwickelt hat. Es war ein schönes Gefühl, als der kleine Krümel mich in die Arme nahm und sagte "Hey du warst aber lange nicht mehr hier und deine Haare sind anders" vor 5 Wochen, wäre ihm dies nicht so bewusst aufgefallen und wenn es ihm aufgefallen wäre, hatte er es noch nicht so zum ausdruck gebracht. Meine Haare sind anders? ja? ich muss sie wieder nachfärben, das ihm dieses Detail aufgefallen ist, zeigt dass er wirklich offener geworden ist und es auch war, als ich seinen Ist- Stand und Fördermöglichkeiten und Ideen schrieb.
Meine Vorschläge wurden also von der Frühförderstelle umgesetzt;) Und der krümel hat sie angenommen.Ich bin froh, dass er dieses Angebot angenommen hat, dass er heute Morgen klar geäußert hat, dass er Frühstücken will.
Seine Mutter lächelte mich an. Dieses lächeln hat mich glücklich gemacht.
Denn sie hat zum ersten Mal in meiner Gegenwart gelächelt und sah freier aus...und der Krümel sah auch freier aus.
Und das auf den Zehenspitzen laufen, wird auch noch...der Krümel braucht eben seine Zeit...aber das er soweit in den letzten 5 Wochen gekommen ist?
Ja das macht mich froh.
Denn es wurde schon auf Gehirn Anomalie getippt, dass wäre eine sehr harte Diagnose für Eltern und Kind.
Viele Eltern wollen es einfach nicht wahrhaben, dass ihre Kinder sich anders entwickeln als andere Kinder. Sie vergleichen oftmals " was kann mein Kind? was können die anderen"
Ich kenne kaum ein Mensch, der mit anderen Verglichen werden will...man sollte den Menschen als das betrachten, was er ist und was er kann.
Hier liegt aus meiner eigenen Erfahrung heraus der Knackpunkt...und ich erinnere mich an die Mutter die zu mir sagte " Mein kleiner Mann, ist der kleine Mann weil der kleine Mann genau der ist der ist"
Für ein Kind bedeutet es Stress! All die Förderungen, all das zu lernen, was er nachholen soll! Kinder brauchen auch die Auszeit...sie merken ja das unausgesprochene Gefühl der Eltern die sich Sorgen machen. Aber nicht immer MUSS man sich so Große Sorgen machen. Wenn ein Frühchen sich anders entwickelt, oder wenn es Problematiken bei der Geburt gab...ist es eine große Leistung, was die kleinen Menschen alles leisten und der eigene Charakter wird dabei oft übersehen.
Viele dieser Kinder werden nicht danach gefragt, ob sie etwas wollen.
Es geht doch um dem Menschen an sich...und nicht darum was ich von meinem Kind will.
Was ich damit sagen will:
Eine Mutter machte sich Sorgen um ihr Kind, es wurde in diese Förderung gesteckt und in diese. Eines Tages fragte das Mädchen " Mama warum kann ich nicht weiterspielen? Warum muss ich jetzt zur Förderung?" die Mutter schaute ganz besorgt das Mädchen an und sagte " Weil ich nur, dein bestes will" das Mädchen lächelte und sagte " Aber Mama was ist, wenn ich dir mein Bestes nicht geben will?"
ja, was dann?
Licht und Liebe
Lia
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Deinen letzten Eintrag hab ich mit Magenweh gelesen. Diese Geschichten hören nie auf. Es ist so schlimm, aber es ist schön, dass ihr Euch habt. Die Kinder und Du.
AntwortenLöschenSag mal, darf ich Dich bei meinen Lieblingsblogs mit veröffentlichen? Würde ich so gerne tun.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende
Elisabeth
ja, das kannst du gerne tun...habe damit kein Problem!ich bin neu in der Bloggerwelt und muss mich erst hier zurecht finden;)
AntwortenLöschenich wünsche dir und deinen Kinder auch ein sonniges und erfrischendes wochenende