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Samstag, 31. März 2012

Handabdruck




Dem kleinen Mädchen in mir sagte ich einst:
"Wenn Du auch nur einen Bruchteil behälst, von der Offenheit und dem Vertrauen mit dem Du Deiner Welt gegenüber trittst, dann bist Du nie vergebens dieses Kind gewesen." und das Kind in mir sagte : Glück ist nicht käuflich, wir bekommen es geschenkt!



Heute sagte ich zu meinem Vater, dass alles Sinn macht. 
Er ist der Meinung, dass viele Dingen einfach keinen Sinn ergeben.
Stimmt, nicht immer ist der Sinn sichtbar oder greifbar...und der Tod meiner Mutter ergibt auch keinen Sinn.


Ich möchte mir die Zukunft bunt malen, doch irgendwie wurde mir heut früh bewusst ohne das Buch der Vergangenheit geht es nicht. Es gehört zu mir....ich werde nur weitere Kapitel schreiben.
Aus dem gestern lerne ich. (hoffe ich doch)
Neben mir liegt das Bild meiner Nichte. Sie lächelt mich an. Lebensfroh und Lebensbejahend. Ich erinnere mich an dieses lächeln.
Mit solch einem ähnlichen Lächeln habe ich früher immer gegackert und Geheimnisse erzählt. Heute sind wir die großen und lassen uns von der Lebenskraft der kleinen anstecken. 


Ein weißes Blatt.
Als Teenie hatte ich viele weiße Blätter. Ich habe sie mit Plänen und Geheimplänen bemalt und beschrieben. Aber eigentlich sahen diese Blätter so aus wie mein Blog. Durcheinander..früher habe ich die weißen Blätter aber auch  zerfetzt, weil mir das was ich dort sah nicht gefallen hat. So wie die Tatsache, dass sich mein Buch der Vergangenheit mit Sicherheit nicht einfach so in meinen Rucksack stecken lassen wird.
Okay...so trage ich es...halte es hoch ins Licht.


Ich fühle ein kleines Mädchen in mir lachen...kichern...
Sie ist froh...wieder neue weiße Blätter. Als Kind liebte ich es, meine Handabdrücke aufzuzeichnen...ich wollte überall ein Abdruck hinterlassen. Sehr interessant fand ich meinen ganzen Linien die sich auf meiner Handfläche abzeichneten. So fand ich neulich in meiner Kindergarten Mappe, einen solchen Abdruck. Ich musste lächeln...


Lia



Freitag, 30. März 2012

Bunt

Das Leben lässt sich nur Rückwärts verstehen.
Oft.
Die Zukunft ist noch nicht bunt, nicht farblich, nicht greifbar nur, nur verschwommen und verträumt. 
Wenn der Tod sich immer wieder meldet, dann tue ich halt das was er von will!!! Ich fühle mich so sterblich und darin erkenne was ich leben und erleben möchte.


Ich versuche dem kleinen Mädchen in mir zu sagen, dass wir das Buch zur Seite legen und uns ein neues anschauen werden. 
Wir werden es uns später wieder anschauen....


Ich werde eine neue Vergangenheit schreiben...ich färbe sie mir bunt....ich greife nach dem Morgen und wärme mich nach der kalten Zeit.
Inzwischen bin ich an meinen Tiefgang gewöhnt. Es ist Okay...es darf sein. Es vervollständigt mich..es erneuert mich.


Auf..
Ich greife mein Päckchen, stecke es in meinen Rucksack...schnüre meine Stiefel, wisch die Tränen fort und schaue mich um.
Neue Ziele, neue Möglichkeiten....BUNT!!!


In liebe Lia

Tage des Wassers

Ein Engel saß am Ufer
ein Flügel war gebrochen
und der Engel weinte
denn er konnte nicht zurück

Und so saß er Tag um Tag
90 Nächte schlief er nicht
Die Bäume schüttelten ihr Laub
und der Frost hielt Einzug
ließ das Wasser erstarren
Der See wurde zum Spiegel
und die Tränen des Engels
gefroren noch im Fallen
zersprangen auf dem Eis

Ein zweites Wesen blieb am See zurück
als der Frost das Wasser stahl
Es war ein schwarzer Schwan
Er hörte die Tränen des Engels
wie sie als Eiskristalle zersprangen
Der Schwan war alt
und er wußte
es war sein letzter Winter
Er hatte Mitleid mit dem Engel
und gab ihm einen seiner schwarzen Flügel

Zum Abschied küsste der Engel den Schwan
und diesmal gefroren seine Tränen nicht
Der Engel flog davon
Der Schwan blieb zurück
Er weinte nicht,
denn er wußte
dass er als Teil des Engels
ewig leben würde
und fortan alles, was sich bewegt
niemals mehr zu Boden
sinken müsse.
Und er konnte den Engel sehen,
wie er immer höher flog.
Die Tage des Wassers
hinter sich zurück ließ.

Goethes Erben-Tage des Wassers

Donnerstag, 29. März 2012

4

Irgendwie schleicht das Thema Leben und Tod durch mein Jahr...durch mein Leben, durch mich! Wieso nur? Schon den ganzen Tag versuche ich meine Gedanken in Worte zu fassen. Ich schaffe es nicht.

Ich bin erleichtert, enttäuscht, wach,nachdenklich,lebendig, depressiv...
Fast hätte ich schon wieder einen Menschen verloren. Mein Papa hatte einen Herzinfarkt. Ich habe Mamas Bild fest umarmt und mich für seine 2 Chance bedankt. Ich bin mir sicher sie hat es nicht zugelassen, dass er uns verlässt. 
Ich habe schon so viele Menschen verloren. Nicht immer durch den Tod. Nein vielmehr, weil man sich auseinander gelebt hat. Ohne das man es bemerkt hat, weil man nicht mehr gesprochen hat.

Mein Herz....
Ich hatte Angst. Ich habe Angst. 
Ich habe mich erinnert, wie meine Mutter ihren letzten Geburtstag gefeiert hat. Sie hat uns alle zusammen geführt.
Meine Mutter wollte uns lebendig zueinander bringen...lebendig lachend mit uns auseinander gehen... Das hat sie geschafft. Sie hasste Trauerfeiern....ich mag sie auch nicht sonderlich. Es viel schöner sich lebendig zu sehen. Einige Menschen werde ich nun einfach verlassen, sie fallen ab...denn sie haben bewiesen ihr wahres Gesicht gezeigt und damit bewiesen, wie ihre Anteilnahme ausschaut. Ich mache mir nicht aus Worten.
SAGEN, kann man viel....um etwas zu tun, fehlt es vielen an Antrieb. 
Ich meine, den Herzinfarkt meines Vater als Grund nehmen um mit mir telefonieren zu wollen, aber sich dann bei mir das Herz ausschütten über die eigenen Probleme und Sorgen ohne gefragt zu haben..ob ich überhaupt im Stande dazu bin? Viele wollen doch einfach nur über sich und über sich und über sich reden.

Wir sind 4. Mit Männern und Kindern....4 meine Glückszahl...wir haben geschworen uns zu halten...und ich würde jeden von Euch wieder verletzten, damit wir danach wieder wir sein können. 

In Liebe Lia



Freitag, 2. März 2012

Menschlich-Krank

Menschlich-Krank...so könnte doch mein neues Motto meines Blogs sein?
Nein? Ja? ich finde es passend >Menschlich-Krank ist super<


Diese Nacht während ich schlief dachte ich nach. Wer bin ich eigentlich`?
Fang ich doch mal an:
Ich bin die die immer zu spät kommt, ich bin die die lacht wenn  sie es nicht darf.
Ja genau, wenn ich weiß eigentlich sollte ich nun nicht lachen, muss ich komischer Weise erst Recht lachen. Ich bin, die die sich tausend mal umzieht, bevor ich das Haus verlasse. Glaubt mir, mein Mann liebt diese kleine Macke,seit kurzem sagt er nämlich schon nichts mehr. 
Ich könnte Stunden lang Musik hören und träumen. Ich telefoniere gern Stunden lang und spiele dabei das perfekte Hausfrauen Spiel. Kennt ihr das? Man bildet sich ein, eine perfekte Hausfrau zu sein, natürlich wird der Freundin am Telefon erzählt wie schlimm das putzen, kochen, waschen, einkaufen, aufräumen eigentlich sei. Man meckert dann gemeinsam über alles und jeden Allesliegelasser.
Meine Schwester sagte einst zu mir : Die Männer seien wie Schlangen, da wo sie stehen, verliere sie ihre zweite Haut: Natürlich meinte sie damit, die Hose auf links gekrempelt auf dem Boden vor dem Sofa:D
Ich bin die, die gerne zuhört und schweigt.
Ich schaue mir gern andere Menschen an, wie sie ausschauen, wenn sie lachen..reden...staunen...ebenso interpretiere und kommentiere ich so manche Szene beim einkaufen, während ich ein Pärchen beim Diskutieren beobachte. Das macht Spaß....oder ich versuche Dinge vorauszusagen, wie *Wetten dass*
"Wetten das der Typ gleich ausrutscht weil er seine Füße nicht heben kann beim gehen?"
Ich Analysiere total gern...
Mehr sollte ich aber wirklich noch nicht über mich schreiben...immerhin ist der ein oder andere gerade dabei mich neu kennen zu lernen oder er lernt mich genau in diesem Augenblick kennen?!
Neulich sagte ich....ich sei Schubladen Flexibel...ich bin es auch...
Ich stifte gerne Verwirrung pur, besonders wenn es um mich geht. Ich glaube fast ich versuche damit es zu verbergen...früher habe ich aus Unsicherheit heraus gelacht...
Heute achte ich darauf, wann andere Menschen versuchen ihre Unsicherheit mit lachen zu verbergen...kennt ihr diese lache?!
Meistens halten sie sich dabei sogar die Hand vor den Mund...oder schauen beschämt zu Seite.
Ich glaube, genau in diesem Moment haben sie die Wahrheit sogar gesagt..und versuchen dann es ins lächerliche zu ziehen, solange bis der Funken des gegenüber hinüber springt, der signalisiert, dass es eigentlich ja nicht so schlimm sei.
Körpersprache...
Oh, ich bin die die gerne Körpersprache ließt und für sich selbst analysiert.


Was ich aber wirklich nicht leiden kann, sind so indirekte Fragen. Statt das ein Mensch einfach fragt heißt es : haha ( hier wieder das alles verbergende kichern) wie komme ich jetzt bloß da und da hin? Ich habe es ja nicht so gut wie Du und das Auto vor der Türe stehen und soviel Zeit wie Du habe ich auch nicht.
Ja was WILL denn dieser Mensch nun bloß von mir?
Manchmal ignoriere ich sowas bewusst. Wer nicht Fragt, hat Pech!!! Oder eine Antwort wie : ja stimmt, ich habe wirklich Glück und das Auto vor der Türe stehen, ich kann also immer schnell mal da und da hin...
Ob das gemein ist? nein es ist meine Art des Sarkasmus....ich bin nämlich Sarkastisch und ich bin es nämlich auch gern.
Aber ich bin...
ja...
Ich mag gerne:
Tapete von der Wand abspachteln
Sand durch meine Hände gleiten
im Wackelpudding stochern
versuchen die Sterne mit dem Finger zu berühren
so tun als würde ich schlafen 




Und das alles ist noch lange nicht Alles...
Menschlich-Krank passt doch wirklich als neues Motto, oder nicht?

Donnerstag, 1. März 2012

Schatten

Gestern Tee und heute?
Ich verstehe fast selbst nicht, weshalb ich so nachdenklich bin. Nachdenken...man denkt nach...nach gedacht!!! Was auch immer, ich muss nicht jedes Wort für mich auseinander fetzen und nicht jedes Gefühl muss tausend mal rum gedreht werden. 
Aber wieso eigentlich nicht?!
Wortklauberei....
Brauche ich das? Nein, warum tue ich es dann?!Vielleicht sollte ich mir angewöhnen ohne da ein oder andere einfach weiter zu laufen.

Heute möchte ich von einem meiner Schatten schreiben.
Ein sehr liebervoller Schatten, der mich einfach begleitet. Er ist da und ich fühle diesen Schatten und er erinnert mich immer wieder an etwas zurück. Manchmal lächel ich, wenn ich meinen Schatten fühle, manchmal fühle ich mich hilflos, weil je nachdem wann er anklopft, habe ich keine Zeit für diesen Schatten...möchte mich nicht so fühlen!!!
Doch habe ich diesem Gefühl sehr viel zu verdanken....
Eine Menge...eine Riesen Menge...
Ich gebe meinem Schatten einen Kuss....ich möchte diesen Schatten nicht gehen lassen, aber von Zeit zu Zeit muss ich mich von ihm verabschieden. Der Schatten, der mir in meiner Einsamkeit einfach beistand...der da war, ungefragt oder gefragt.
Aber er ist mir doch garnichts schuldig....oder bin ich ihm etwas schuldig?!
Was ist das bloß...ein Schatten?! Wo Licht ist, ist auch Schatten.... mein Schatten gehört in meine Vergangenheit. Wie ein Buch mit Sieben Siegeln. 
Meine Vergangenheit ist nicht die schönste, aber sie ist nunmal meine Vergangenheit. Sie gehört zu mir und nichts könnte dies ungeschehen machen. Oft habe ich mir Dinge schön geredet, ausgeredet, eingeredet und verteidigt und bekämpft. Doch eines habe ich nie verloren...
Eigentlich kann ich es mir garnicht übel nehmen, dass ich ein immer kritischer und Sicherheitsliebender Mensch bin. Ich gebe nicht gerne die Verantwortung für mich und mein eigenes Leben aus den Händen....ich stehe hier...dort wo ich stehe...und von da aus gehe ich....stehe ich, sitze ich, lache ich, weine ich.


Es ist doch alles einfach nur Menschlich-Krank:)


Manchmal frage ich mich wirklich, wirkt mein Blog auf einige etwas...ja krank? Bedrohlich? weil er so düster ist? Oder ist er vielleicht einfach nur Lebendig...???




Still und sanft begleitest Du mich,
im Herzen halte ich Dich geborgen.
Auf deiner Reise zeigstest Du mir Schmerz und Sehnsucht...doch sie trieb mich an....


Du bist das halbe stolze Herz, Du bist der Schatten einer Lichgestalt....das was ich fühle, verdanke ich Dir...ich danke Dir für deine Liebe, Deine Nähe, Dein Herz, Deine Wärme, Deine Zärtlichkeit, Deine Geduld, Dein Verständnis, Deine stillen Worte, Deine versteckten Blicke....und dafür was ich heute bin.


Deine Lia