Heute fand ich in der Stadt eine sehr schöne Karte, von Jochen Mariss
Der erste Schritt
Große Veränderungen geschehen nicht dadurch, dass wir auf den richtigen Zeitpunkt warten, oder Pläne für die Zukunft schmieden. Sie geschehen, indem wir kleine Schritte machen.
Jetzt sofort!!!
Diese Worte haben mich sehr berührt, sie passen in meine derzeitige Situation. Es ist für mich keine leichte Zeit gewesen und das Jahr 2011 fing mit einer sehr wichtigen Entscheidung an.
Von den 4 Vollnarkosen in 5 Monaten, waren definitiv 4 zu viel.
Ich habe mich kraftlos gefühlt, wollte mich verkriechen und nichts mehr mitbekommen. Es ist kein schönes Gefühl zu funktionieren...war ich unter Menschen wollte ich alleine sein. War ich alleine, fehlte es mir unter Menschen so sein.
Hin und her gerissen, zwischen Träumen und dem Wunsch nach Ruhe.
Ich habe versucht mein Bestes zu geben und habe dabei vergessen wollen, was ich selbst brauche! Wenn ich im Kopf entschlossen war, streikte mein Körper. Schmerzen, Schwindel, Übelkeit, Angst und Panik. Dabei wollte ich nicht versagen. Gefühlt habe ich mich wie eine Marionette die tut was sie tun soll! Von mir selbst fehlte jede Spur.
Mein Körper rebellierte. Immer und immer wieder. Dabei wollte ich stark sein. Für meine Kinder und für die Kinder aus der Einrichtung.
Zu vieles, das auf meinen Schultern lag.....Ich möchte nicht das Jonas in die Regelschule kommt. Ja ich gehöre zu den Müttern, die nicht will das ihr Kind eingeschult wird. Nicht auf der Regelschule, denn ich fühle mein Kind braucht Zeit. Zeit zum wachsen, Zeit sich noch selbst zu finden! Aber hier in Bayern müssen die Kinder spätestens mit 6 in die Schule, du musst es Rechtfertigen können, warum er erst mit 7 eingeschult werden soll. Ich traue meinem Kind die Schule zu, keine Frage....aber ich will ihm den Druck nicht zumuten, denn damit kann er nicht umgehen..nicht jetzt, nicht jetzt zu diesem Zeitpunkt.
Ich ging also den Kampf mit den Ämtern und den Ärzten ein, suchte und holte mir Verstärkung. Kompromiss? Ein EEG, das Beweisen soll, dass es meinem Kind innerlich Gut geht?! Nö....ich kam auf den Gedanken, dass mein Sohn eine ganzheitliche Betreuung bräuchte, eine Hep....jemand der das tut, was ich lerne.
Und ich? ich schrieb derzeit für ein Fremdes Kind eine ETP und dachte immerzu daran, was ich tun kann, damit es meinem Kind wieder besser geht.
Egal was ich tat, es fühlte sich falsch und schlecht für mich an. Hin und Her gerissen...
Bis ich meine Tränen nicht mehr bei mir halten konnte und vertraute mich meinem Schatz an und später schließlich meinem Lehrer....nun saß ich also in meiner Schule mit einem Tee, und weinte...mein Lehrer versuchte mich zu beruhigen. Immer wieder sagte ich ihm, dass ich gerne eine Hep sein möchte, das ich gerne eine Gute Lösung brauche für das Gefühl in mir, dass mir alles weh tut, mir der Schwindel zu schaffen macht, das ich einfach nicht mehr kann.
Und besonders lähmte mich das Gefühl, der nächsten Abstrich Untersuchung...Angst..Angst, der Krebs kommt zurück, damit hätte sich dann der Wunsch von einem gemeinsamen Baby mit dem Mann den ich liebe erledigt. Dann hätte ich keine Wahl mehr...aber abbrechen alles hinschmeißen? Meine Ausbildung?
Ich suchte meinen Neurologen auf....aber er legte mir nur wieder einfach nur ANTIDEPRESSIVA auf den Tisch....aber das so fühlte ich, kann nicht meine Lösung sein....
Bremse....ich muss ich die Bremse ziehen.....
AUSZEIT......
Nun gehe ich seit kurzem meine ersten Schritte, Richtung Ziel weiter...denn nicht mein Ziel ist mein Ziel, sondern der Weg dahin.
So kann ich keinen anderen Menschen begleiten, nicht wenn ich dabei nicht an mich selbst denke und mich vergesse.Was will ich einem Menschen dann vermitteln?
Nichts..eine Lüge, die ich selbst nicht leben kann.
Dann wäre ich wie viele andere in diesem Bereich...aber ich will meinen Blick für das wesentliche nicht verlieren....
Lia
Ich kann nichts sagen irgendwie, fast alles von dem was du geschrieben hast, kann ich nachfühlen Lia.
AntwortenLöschenIch muss ne Bayern Rundreise machen, zu dir, zu Elisabeth...eine Reise zu mir selbst.
Ich umarme dich, denke an dich und kann dir doch nciht helfen
's Steph